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Kooperation

Esso-Tankstellen ab 1. Februar 2012 mit Multipartner-Bonusprogramm DeutschlandCard
Esso jetzt mit DeutschlandCard
Ab dem 1. Februar 2012 soll bei den rund 1.100 Esso-Tankstellen in Deutschland die Kundenbindung über das Bonusprogramm DeutschlandCard erfolgen. Ähnlich wie bei Payback handelt es sich dabei um ein Multipartner-Bonusprogramm, das von der Bertelsmann-Tochtergesellschaft Arvato betrieben wird. Zu den bisherigen Hauptpartnern gehören Edeka und die Deutsche Bank.
In Veranstaltungen hat die Esso ihre Partner - die Betreiber der Tankstellen - über die Teilnahmebedingungen informiert. Es ähnelt in vielen Passagen dem Esso-Extras-Vertrag. Einige Klauseln darin ("Kosten einer erfolglosen Abbuchung", "Vertragspönale" und die "Verwaltungsgebühr") hält der Tankstellenverband ZTG allerdings für eine unangemessene Benachteiligung der Partner und wegen Verstoßes gegen § 307 Abs. 1 BGB für unwirksam.
Partner sind 15 Monate an den Vertrag gebunden
Die Teilnahme ist den rund 900 Pächtern und Eigentümern der Esso-Tankstellen freigestellt; die rund 200 konzerneigenen Esso-Tankstellen nehmen komplett am neuen Kundenbindungsprogramm teil. Bereits bei den Esso-Extras waren viele Esso-Partner allerdings der Auffassung, allein aus Wettbewerbsgründen gar keine andere Wahl zu haben, als beim Kundenbindungsprogramm mitzumachen. Esso-Partner sind mindestens 15 Monate an den Vertrag gebunden. Dessen Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate, danach ist er mit einer Frist von 3 Monaten kündbar.
In einem Exklusivinterview der Fachzeitschrift tankstellen markt (Ausgabe Februar 2012) mit Esso-Tankstellenchef Henning Feller und DeutschlandCard-Geschäftsführer Markus Lessing meinte Henning Feller denn auch, dass "die meisten Partner erkannt haben, welche Chancen ihnen die DeutschlandCard bietet." Feller geht davon aus, dass "unser neues Kundenbindungsprogramm miondestens im selben Umfang akzeptiert wird wie die vorausgegangenen, eigenen Kundenbindungsprogramme".
Mit der DeutschlandCard können die Kunden zunächst beim Kauf von Kraftstoffen Punkte sammeln (pro zwei Liter Kraftstoff wird ein Punkt vergeben). Später sollen auf andere Produkte ebenfalls Punkte vergeben werden. Wie bei Esso-Extras wird aber eine Punktevergabe auf Umsätze mit preisgebundenen Artikeln wie Tabakwaren, Presseerzeugnisse sowie Lotto und e-loading und sämtliche Dienstleistungen und dazugehörige Artikel (Reifen, Ersatzteile) ausgeschlossen. Ebenfalls sind Zahlungen mit Flottenkarten von der Punktevergabe ausgeschlossen.
Kritik wie bei Esso-Extras und Driver Rewards
Hauptkritikpunkt des Tankstellenverbandes ZTG ist der gleiche wie bei Esso-Extras und Driver Rewards: Esso verlangt auch bei Agenturumsätzen eine Partnerbeteiligung - in Höhe von 0,6 Eurocent pro Punkt beziehungsweise 0,3 Eurocent pro Liter netto. Eine Partnerbeteiligung im Agenturgeschäft hält ZTG-Geschäftsführer Jürgen Ziegner aber für rechtlich unangemessen und mit den Leitlinien eines echten Handelsvertreterverhältnisses als nicht vereinbar!
Eine echte Verbesserung ist auch in den Augen des ZTG, dass die Partner mit der Prämienlogistik, vor allem aber mit der Ausgabe von Prämien, nichts mehr zu tun haben. Dafür ist künftig die DeutschlandCard GmbH zuständig. Die DeutschlandCard-Inhaber sollen künftig auch die Möglichkeit haben, ihre gesammelten Punkte gegen Kraftstoff (1 Punkt = 0,01 Euro) bei Esso-Tankstellen einzulösen.
Laut eigenen Angaben hat DeutschlandCard mehr als neun Millionen Teilnehmer. Das Multipartner-Bonusprogramm gehört damit zu den erfolgreichsten Kundenbindungsprogrammen in Deutschland.
(mr)
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(Foto: DeutschlandCard GmbH)








