Freitag, 18.05.2012
09.02.2012
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Deepwater Horizon abhaken
Brandaktuell: Die Entschädigungsfrage nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Brandaktuell: Die Entschädigungsfrage nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

BP strebt Vergleich an

Der britische Ölkonzern BP verhandelt nach einem Medienbericht mit der US-Regierung. Es geht um eine außergerichtliche Entschädigung für die Wasserverschmutzung im Golf von Mexiko. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am 9. Februar. BP lehnte jeden Kommentar zu der Angelegenheit ab.

Die Strafe für die Verschmutzung des Golfs von Mexiko, entstanden nach der Explosion der Plattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010, könnte sich dabei auf 4,5 bis zu mehr als 17 Milliarden US-Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) belaufen. Experten halten eine Summe von etwa zehn Milliarden US-Dollar für realistisch. Die US-Regierung wolle für jedes Barrel ausgelaufenen Öls eine Entschädigung von 4.300 US-Dollar. Es traten 4,9 Millionen Barrel aus.

BP-Chef Bob Dudley hatte erst am 7. Februar erklärt, er könne sich auch eine Verhandlungslösung mit dem Dienstleister Halliburton vorstellen. Dem gibt BP eine Mitschuld an der Katastrophe. Der Ölmulti sei aber auch bereit vor Gericht zu ziehen, falls dies nicht möglich sei. Der Konzern will, dass sich Halliburton an den Kosten beteiligt.

Kosten abwälzen, klappte nicht
Zuletzt hatte BP eine Schlappe hinnehmen müssen bei dem Versuch, einen großen Teil der Kosten auf das Schweizer Betreiberunternehmen Transocean abzuwälzen. Ein Gericht hatte entschieden, Transocean treffe nur ein geringer Teil der Schuld. Zuvor hatte sich BP unter anderem mit dem Ölfeldbetreiber Anadarko Petroleum auf Entschädigungszahlungen in Höhe von vier Milliarden US-Dollar geeinigt. BP geht von Gesamtkosten für die Katastrophe von bis zu 40 Milliarden US-Dollar aus.

Der Kurs der Aktie konnte zuletzt deutlich zulegen und nähert sich wieder der Marke von 500 Pence an. Damit ist BP an der Börse wieder knapp 93 Milliarden Pfund (rund 142 Milliarden US-Dollar) wert. Im Jahr 2010 hatte sich der Marktwert des Unternehmens innerhalb weniger Wochen mehr als halbiert. Eine BP-Aktie kostete zeitweise nur noch knapp 300 Pence. (dpa/kak)

 

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