Freitag, 18.05.2012
10.02.2012
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Verbandsumfrage
Eine Hand steckt Rapsblüten in den Tank eines Autos.

Deutscher Biodiesel besteht zu 87,5 Prozent aus Rapsöl.

Biodiesel aus Deutschland ist nachhaltig

Deutscher Biodiesel wurde im vergangenen Jahr zu 87,5 Prozent aus Rapsöl hergestellt. Dies geht aus einer aktuellen Mitgliederbefragung des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) hervor. Abfälle wie Altspeiseöle und Tierfette seien mit über sieben Prozent die zweitgrößte Rohstoffbasis für den alternativen Kraftstoff. Damit ist deutscher Biodiesel nachhaltig.

Bei deutschen Biodieselproduzenten würde kaum Soja – 2,5 Prozent – und mit 0,5 Prozent so gut wie kein Palmöl verwendet, betonte der VDB. Für die Produktion von Palmöl wird Regenwald abgeholzt. Laut Greenpeace enthält die Biodieselbeimischung in Europa bis zu einem Drittel Palmöl.

"Biodiesel muss mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase emittieren als fossiler Kraftstoff – gemessen wird der gesamte Produktionsprozess vom Ackerbau über die Düngung bis zur Herstellung des Kraftstoffes", sagte VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann. Gleichzeitig kritisierte er die Bilanzierung des Treibhausgaswerts von fossilen Kraftstoffen: Würden unterschiedliche Emissionswerte je nach Herstellungsart festgesetzt, dann würde zum Beispiel Erdöl aus Teersanden in Kanada einen deutlich höheren Treibhausgaswert zugewiesen bekommen, so der VDB-Geschäftsführer .

Der Absatz von Biodiesel ist laut VDB im Jahr 2011 weiter zurückgegangen. Zwar liege der Verkauf für die Beimischung (B7) etwa auf Vorjahresniveau, der Reinkraftstoffmarkt (B100) sei dagegen um 80 Prozent eingebrochen. Als Grund nennt der Verband den geringen Bedarf der Mineralölindustrie an B100, weil sie die Biokraftstoffquote in den Vorjahren übererfüllt und daher ins Folgejahr übertragen habe. "Der dadurch entstandene 'Quotenberg' füllte 2011 die Lücke zwischen tatsächlich abgesetztem und dem gesetzlich vorgeschriebenen Anteil von 6,25 Prozent", heißt es in der VDB-Bilanz.

"Bioethanol triebt nicht der Zuckerpreis"
Absatzzahlen zu Bioethanol liegen laut Bundesverband der Bioethanolwirtschaft (BDBE) noch nicht vor, wohl aber Produktionszahlen. Demnach wurden im vergangenen Jahr 576.828 Tonnen Bioethenol produziert, das sind 4,4 Prozent weniger als 2010. Der Anteil von Zucker als Rohstoff für die Produktion sei dabei von 33 auf 28 Prozent gesunken. Für den BDBE ist dies ein "klarer Beleg dafür, dass die Versorgung des heimischen Nahrungsmittelmarktes Vorrang vor anderen Verwendungen hat. Bioethanol treibt nicht den Zuckerpreis".
(ng/beg)

 

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